Veränderung

Veränderung beginnt nicht im Aussen – sondern in uns selbst. Solange wir die Welt durch unsere Filter betrachten, handeln wir an der Wirklichkeit vorbei.
Naturbelassenes Baechlein - wo wandert dein Blick hin? Auf die sonnenverwöhnte hellen Steine oder das moosbewachsene, dunkle Ufer

Veränderung beginnt bei dir selbst

„Da jede Veränderung irgendwo beginnen muss, wird es der Einzelmensch sein, der sie erfährt und durchführt.“ – C. G. Jung

 

Wir alle kennen den Wunsch, dass sich etwas ändert. Ein Mensch, eine Beziehung, ein Zustand in der Welt. Und wir warten – auf den richtigen Moment, auf die anderen, auf Umstände, die sich endlich fügen.

 

Jede Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt

Dabei beginnt jede Veränderung mit demselben ersten Schritt: dem ehrlichen, unbeschönten Blick auf das, was wirklich ist. Auf den Menschen vor uns, so wie er ist. Auf die Situation, so wie sie ist. Auf uns selbst, so wie wir sind.

 

Unser Gehirn ist ein Meister der Vereinfachung

Solange wir die Welt durch unsere Überzeugungen betrachten, handeln wir an der Wirklichkeit vorbei.

Unser Gehirn ist ein Meister der Vereinfachung. Es nimmt die Welt, filtert sie durch alles, was wir je erlebt haben, durch unsere Erfahrungen, Erwartungen und Bewertungen – und präsentiert uns das Ergebnis als Realität.

Die Psychologie beschreibt solche Prozesse als kognitive Verzerrungen. Und weil dieser Filter so vertraut ist, merken wir ihn nicht. Wir halten unser gefärbtes Bild für das Original und richten unser Leben nach einer selbst entworfenen Illusion aus.

 

Biologische Notwendigkeit

Dass unser Gehirn so radikal filtert, ist keine Schwäche, sondern reine biologische Notwendigkeit. Zur Veranschaulichung bediene ich mich einem häufig verwendeten Modell, dessen Zahlen jedoch als Schätzwerte zu verstehen sind und nicht als exakt bestätigte Messwerte:

  • 11 Millionen Bits pro Sekunde: Diese gigantische Informationsmenge strömt ununterbrochen über unsere Sinnesorgane auf das Nervensystem ein.

 

  • davon können 40 bis 50 Bits pro Sekunde durch unser Bewusstsein verarbeitet werden.

 

Unser Gehirn filtert den überwiegenden Teil aller eintreffenden Informationen aus. Gemäss diesem Modell würden mehr als 99 Prozent der Informationen nicht bewusst verarbeitet!

Wer also lernt, sich selbst und die Welt jenseits eigener Projektionen zu sehen, gewinnt die Fähigkeit, frei und bewusst zu entscheiden.

 

Sehe ich was ist – oder was ich mir wünsche?

Dieser klare Blick ist eine kultivierbare Haltung. Sie beginnt mit einer simplen, aber anspruchsvollen Frage: Sehe ich, was ist – oder was ich mir wünsche?

In diesem Abstand liegt die Freiheit, bewusst zu wählen statt nur automatisch zu reagieren. Dieser innere Beobachterstandpunkt ist trainierbar und verändert nachhaltig, wie wir wahrnehmen, entscheiden und handeln.

 

Meditation als Werkzeug

Meditation ist das ideale Werkzeug hierfür. Du beobachtest wertungs- und ziellos, was in dir vorgeht. Die Effekte dieses Trainings sind neurobiologisch messbar.

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